Die Villa Signorini aus dem 18. Jahrhundert

Im ersten Abschnitt der Goldmeile öffnet sich auf der rechten Seite eine sanft zum Meer hin abfallende Straße, die in Richtung des in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur Verteidigung des nahen Palazzo Reale der Bourbonen erbauten Fortino del Granatello führte, wie auf der Karte des Herzogs von Noja deutlich wird und von dem heute nichts mehr übrig bleibt. Heute befindet sich die Straße namens Via Roma an der Grenze zwischen den Gemeinden von Portici und Ercolano, nahe Neapel.

Villa Signorini (Granito di Belmonte) befindet sich fast auf halbem Weg auf der rechten Seite. Die Villa ist eine der wenigen in gutem Zustand und ihr Äußeres erinnert an die typische Arbeitsweise des Domenico Antonio Vaccaro, Autor der nahe gelegenen Villa Maltese, und wird für ein Werk des gleichen Architekten gehalten. Die sich über zwei Etagen erstreckende Fassade ist mit Stuckarbeiten des achtzehnten Jahrhunderts verziert, die die Fenster im Erdgeschoss und die Balkontüren des Piano Nobile umrahmen. Elegant ist die Ausführung des Portals mit Piperno-Quadern, wo die Ziervoluten und der Schlussstein als Konsolen den darüber liegenden Balkonboden stützen.

Eine Mauer verschließt auf beiden Seiten die Sicht in den Garten im Inneren. Die rückwärtige Fassade geht auf den Garten hinaus, der an den unteren Park des Palazzo Reale von Portici angrenzt, von Karl III als Königspalast für die Dynastie der Bourbonen von Neapel und vor dem Bau des imposanten Königspalasts von Caserta erbaut. Außerdem grenzt er an den der Villa Maltese. Die Statue von Leda mit dem Schwan in der Mitte des Gartens führt zum Pavillon, in dem die Krippe aus dem 18. Jahrhundert untergebracht ist. Vom Piano Nobile gehen Sie in den Garten hinunter, indem Sie eine große Terrasse überqueren, an deren Enden sich zwei Treppen auf die gleiche Weise hinunterstrecken wie in der Villa d’Elboeuf, in der Villa Lancellotti und im Palazzo Reale. Zwei Pavillons, von denen der größere und reicher verzierte heute eine aufwendige, wundervoll gearbeitete Krippe aus dem 18. Jahrhundert beherbergt, kennzeichnen den schönen Garten, der durch einen auf einer Linie mit dem Eingang der Villa liegenden Brunnen bereichert und geschmückt wird. Besonders schön ist die Statue von Leda mit dem Schwan, die sich in der Mitte des Brunnens befindet.